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Lorenz und Evi Günther
Kundenmeinung

Das Wichtigste über das Metall Silber:

Von weißer Farbe, strahlendem Glanz, leicht bläulich bis gelblich schimmernd wie das Mondlicht, härter als Gold, aber ebenso dehnbar und elastisch wie dieses, das ist das Material der Silberschmiede. Das Silber läßt sich wie Gold auf kaltem Wege verarbeiten. Es läßt sich hämmern oder treiben, wie der Fachausdruck lautet, läßt sich pressen und prägen, den bevorzugten Techniken der Antike, aber auch leicht schmelzen und gießen. Der Schmelzpunkt liegt bei 960,85 Grad Celsius. Der Siedepunkt liegt bei 1.980 Grad Celsius. Das spezifische Gewicht, das ist das Gewicht in Bezug auf die Ausdehnung eines Stoffes, beträgt ca. 10,5. Genauer heißt das, 1 cm³ Silber wiegt 10,5 Gramm im Gegensatz zu 1 cm³ Wasser von 4°, das 1 Gramm wiegt. Das spezifische Gewicht ist das, was wir als die Schwere eines Metalls empfinden. Gewiegte Silbersammler vermögen so durch das Wägen eines Gegenstandes in der Hand in etwa abzuschätzen, ob es sich um Silber handeln kann. Die Differenz zu Kupfer und Messing -spez. Gewicht 8,5 -, ist allerdings nicht sehr groß, zu Gold mit dem spez. Gewicht 19,5-20 dagegen erheblich. Die chemische Bezeichnung für Silber Ag ist von seinem lateinischen Namen argentum abgeleitet, der auf die griechische Sage vom Himmelsriesen Argos mit seinen tausend Augen hindeutet, eine mythologische Personifikation des Sternenhimmels.

Das Silber ist wie das Gold ein Edelmetall, weil es wie dieses weder altert noch durch Witterungs oder Bodeneinflüsse, z. B. beim Vergraben in der Erde, zerstörbar ist. Zwar ist es empfänglich für Schwefel, der seine Farbe vom Braun bis zum dunklen Schwarz trüben kann. Doch greift der Schwefel das Metall nicht an. Er überzieht es lediglich mit einer Patinaschicht, ein für den Sammler sicheres Echtheits und Altersmerkmal. Der Schwefelüberzug verleiht dem Silber auch einen eigentümlichen Geruch, woran gewiegte Silbersammler das Metall ebenfalls erkennen. Allerdings hat auch das sogenannte Plated-silber die schwarze Patina und den typischen Geruch.

Chemisch rein kommt Silber in der Natur nicht vor. Das sogenannte gediegene Silber, wie es in den Silberminen abgebaut wird, enthält meist Beimengungen von Gold. Der Prozentsatz schwankt von 1 bis 40 Prozent etwa. Im letzteren Fall handelt es sich um natürliches Weißgold, wie es die Antike kannte. Das Silbererz dagegen, das die fast ausschließliche Grundlage der heutigen Silberproduktion bildet, ist eine Mischung mit unedlen Metallen wie Kupfer, Antimon, Blei und selbst Eisen. So gesehen ist die heutige Silberproduktion gewissermaßen eine Zusatz oder Abfallproduktion der Erzförderung allgemein, vornehmlich des Kupfers. Denn die Fundstätten an gediegenem Silber in aller Welt sind durch den intensiven Silberbergbau seit der Zeit der Antike bis zu Beginn unseres Jahrhunderts so ziemlich erschöpft. Gegenwärtig werden die Metalle in ihrer Verwendung zunehmend durch die modernen Kunststoffe verdrängt. Die Beimengung von Silber bei Bleiglanz, Schwefelkies und Eisenerz ist übrigens äußerst gering. Und Kupfer, das noch um die Jahrhundertwende wichtigste Metall für. die Elektrifizierung hat seine frühere Bedeutung teils durch die Verwendung von Aluminium als Leitungsträger teils durch den Übergang zum drahtlosen Funkverkehr weitgehend eingebüßt. Allein des Silbers halber die Kupferproduktion zu steigern, dürfte inzwischen infolge des unverhältnismäßig gestiegenen Lohnanteils höchst unrentabel geworden sein. Das ist der bereits erwähnte Grund, weshalb -nach dem Urteil von Sachverständigen für die nächsten Jahrzehnte mit einer enormen Preissteigerung für Silber zu rechnen ist.