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Lorenz und Evi Günther
Kundenmeinung

Silber, das besondere Material

Silber ist ein sehr weiches Metall. Nur durch das Legieren mit anderen Metallen, zumeist mit Kupfer, gewinnt es schon bei geringen Mengen in erheblichem Maße an Härte und Widerstandsfähigkeit. Erst dann eignet es sich wirklich als Gebrauchsgegenstand.

Massiv - Silber, auch Sterling-Silber genannt, besteht in der Regel zu 925 Teilen (auf 1000 gerechnet) aus reinem Silber und zu 75 Teilen aus Kupfer.

800er Silber ist eine Legierung, die 200 Teile Kupfer enthält.

Da die Kupferanteile die für Silber typische, weiße Farbe ins rötliche verfälschen, wird auf elektrochemischem Wege meist noch eine reine Silberschicht aufgebracht.

Das Chemische Zeichen für Silber ist Ag für Argentum.

Die Chemische Dichte (spezifisches Gewicht) beträgt 10,5, der Schmelzpunkt liegt bei 960,85 Grad Celsius und die Atommasse (Atomgewicht) ist 107,87

Echtes Silber erkennt man an der Stempelung. Alle silbernen Artikel deutscher Hersteller tragen einen Stempel. Er zeigt neben Halbmond und Krone Kone und Halbmond Silberstempel das Firmenzeichen des Herstellers und den sogenannten Feingehalt an.

 

Die gebräuchlichsten Arten von Silber für Bestecke und andere aus Silber gefertigten Gegenstände:

Echtsilber (Silber / Kupferlegierung):

  • 925er Silber (Sterling-Silber, 75 Teile Kupfer)
  • 925er Silber mit 90er Silberauflage (Schichtstärke ca. 34 µm)
  • 800er Silber (200 Teile Kupfer)
  • 800er Silber mit 90er Silberauflage (Schichtstärke ca. 34 µ m)

Hartversilberung:

  • 90er Silberauflage (90 g Silber je 24 dm ²;=12 Esslöffel und Gabeln; Schichtstärke 34 µm)
  • 100er Silberauflage (100 g Silber je 24 dm ²;=12 Esslöffel und Gabeln; Schichtstärke 45 µm)

Alpaka (Neusilber):

Versilberung (ca. 15 µm) des Trägermaterials Alpaka Neusilber.

*Der Name "Neusilber" bezieht sich auf die silberweiße Farbe der Legierung, die urspünglich unter dem Namen "Argentan" (aus dem lat. argentum = Silber) hergestellt wurde. "Alpaka" ist eine Nachahmung der Warenbezeichnung "Alpacca" unter der Hermann Krupp nach 1860 in Berndorf bei Wien Neusilberlegierungen herstellte. Ob sich der Name ursprünglich auf die weiße Farbe der Alpaka-Wolle ( von südamerikanischer Lama-Art) bezog, lässt sich nicht mehr mit Sicherheit feststellen.

Zusammensetzung: 58-67% Kupfer, 11-26% Nickel und 12-26% Zink. Mit steigendem Nickelgehalt nimmt die Helligkeit der Farbe und Korrosionsfestigkeit zu. Das gleiche gilt von der Härte und Zugfestigkeit. Dagegen nehmen Wärmeleitfähigkeit und Dehnbarkeit mit zunehmendem Nickelgehalt ab.

Versilberte Teile enthalten eine sogenannte Silberauflage. Am häufigsten ist die sog. 90er bzw. l00er Silberauflage, häufig auch als Hartversilberung (s. o.) deklariert. Dabei müssen 90 bzw. 100 g reines Silber auf einer definierten Fläche (90 bzw. 100 g Silber auf je 24 dm2) und Anzahl von Besteckteilen (= je 12 Esslöffeln und Gabeln), aus unterschiedlichem Trägermaterial, gleichmäßig verteilt sein. Die Schichtdicke einer 90er Auflage liegt bei ca. 34 µm und die einer 100er Auflage bei ca. 45 µm

Als Trägermaterial (Grundmaterial für die Bestecke) diente früher ausnahmslos "Neusilber", eine Legierung aus Kupfer, Nickel und Zink. Inzwischen hat sich jedoch eine Edelstahllegierung aus 18/10er Chrom- Nickelstahl weitestgehend durchgesetzt.

Trägermaterialien (Grundmetalle) für Bestecke mit Silberauflagen wird auch Neusilber genannt, da es der Farbe des Silbers sehr ähnlich ist.

  • Legierung aus Kupfer 64 %
  • Zink 24 %
  • Nickel 12%

Um 90er bzw. 100er Silberauflagen gegen mechanische Verletzungen beim Gebrauch widerstandsfähiger zu machen, wird die Oberfläche durch geringe Zusätze von Antimon vergütet ("gehärtet", deshalb auch "Hartversilberung").